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Newsletter der NLStBV 
zur Modernisierung des 
Schnellwegesystems
in Hannover

#19 | Dezember 2025

Ein Jahr voller Meilensteine - wir blicken zurück und nach vorn

Sehr geehrte Damen und Herren,

2025 war ein bewegtes Jahr an den Schnellwegen. Die Hochstraße am Südschnellweg wurde zurückgebaut, die Kampfmittelsondierungen für den Neubau der Mittellandkanalbrücke wurden abgeschlossen und nach der Durchführung des Bürgerrats zum Westschnellweg ist auch dieses Teilprojekt in die Vorplanung gestartet. Gleichzeitig bleibt viel zu tun im Jahr 2026. Dazu gehört unter anderem die Fortführung der Arbeiten am Südschnellweg-Tunnel, am Neubau von Leine-, Leineflutmuldenbrücke und Mittellandkanalbrücke sowie die Variantenfindung für die Modernisierung des Westschnellwegs. Wir laden Sie ein: zu einem Rückblick auf die Meilensteine und einem Ausblick auf das Jahr 2026.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen des Newsletters, frohe Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr 2026!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Schnellwege-Team

Themen in dieser Ausgabe

B3 | Südschnellweg
Einiges erreicht und vieles noch zu tun - Rückblick 2025 und Ausblick 2026

B3 | Messeschnellweg: Mittellandkanalbrücke
Neubau Mittellandkanalbrücke: Kampfmittelsondierung abgeschlossen

B6 | Westschnellweg
Variantenfindung zum Westschnellweg hat begonnen
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Einiges erreicht und vieles noch zu tun - Rückblick 2025 und Ausblick 2026

Mittlerweile neigt sich das dritte (Bau-)Jahr am Südschnellweg dem Ende entgegen. Was waren die Meilensteine und Höhepunkte? Und was hält das kommende Jahr bereit? 

Einer der Meilensteine an der Tunnelbaustelle war der Rückbau der überirdischen Streckenführung. Das bedeutete: Die rund 15 Meter lange Brücke über die Schützenallee, der dazugehörige Straßendamm und vor allem die 480 Meter lange Hochstraße über die Hildesheimer Straße sind jetzt Geschichte.  

Ein erheblicher Teil des Rückbaus wurde über die Osterfeiertage abgewickelt. Rund 200 der 480 Meter, darunter insbesondere die Brückenfelder oberhalb der Kreuzung Hildesheimer Straße, wurden abgebrochen, in transportable Stücke zerlegt und zur Zerkleinerungsanlage befördert. In den Wochen darauf folgte der Rest.  
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Die 480 Meter lange Hochstraße über die Hildesheimer Straße in Hannover ist im Frühjahr 2025 zurückgebaut worden. Start war am Donnerstag vor Ostern. Erster Ansatzpunkt war das Segment über der Kreuzung, unter dem auch mehrere Stadtbahnlinien kreuzen. Bildrechte: NLStBV 
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In den folgenden Wochen ist die gesamte Hochstraße abgebrochen, zerkleinert und abtransportiert worden. Bildrechte: NLStBV 
Auch konstruktiv wurden wesentliche Zwischenziele erreicht. Im April – der Rückbau lief noch – begann der Bau der zweiten, südlichen Schlitzwand. Das war die Voraussetzung, um den Tunnelbaugrubenbau weiter voranzubringen. Mittlerweile machen der Tunnelaushub, die Rückverankerung der Schlitzwand und die Vorbereitungen zum Bau der Grubensohle gute Fortschritte.  

Perspektivwechsel: Im westlichen Projektabschnitt entstehen inzwischen die Gründungen für das 240 Meter lange Bauwerk über die Leineflutmulde. Um die Einsatzstellen zügig und bedarfsgerecht anzudienen, wurde eigens eine 120 Meter lange, aufgeständerte Baustraße über das Gewässer angelegt. Jetzt ist das Widerlager am Ostufer fast fertig betoniert. Die ersten Brückenpfeiler folgen.  

Mit vollem Schwung geht es also in das nächste Jahr. Und diesen Schwung werden wir benötigen, um die nächsten Meilensteine wie geplant zu erreichen.  

Das erste Quartal 2026 ist geprägt von einer weiteren logistischen Besonderheit: Der Aushub der Baugrube in der Kreuzung der Hildesheimer Straße erfolgt bei laufendem Verkehr. Die Verkehrsführung war hierfür verschwenkt worden. Fahrspuren und nicht zuletzt die Stadtbahngleise wurden verlegt, in der Kreuzungsmitte entstand seitdem das so genannte Baudock 8. Jetzt werden die Stadtbahngleise zurückverlegt. Hierfür wurden Stadtbahnhilfsbrücken gebaut, die über die Baugrube führen. Sie werden während der Zeugnisferien Anfang Februar angeschlossen. Danach geht es im Untergrund weiter.  

Auch in den anderen Abschnitten der Tunnelbaustelle gibt es reichlich Aktivität: Wenn die Schlitzwand für die Primärdocks fertiggestellt ist, beginnt der Rohbau der ersten Tunnelblöcke. 

Im Westen wird die Arbeit an den Gründungen der neuen, 105 Meter langen Leinebrücke starten. Ziel ist, Ende nächsten Jahres die erste Brückenhälfte fertigzustellen. Und zwar nicht nur an der Leine-, sondern auch an der 240 Meter langen Leineflutmuldenbrücke. Denn erst, wenn der Verkehr über die beiden Teilbrücken rollt, kann der Rückbau der alten Brücken losgehen.  

Der kurze Rückblick zeigt: Einiges ist schon erreicht, bis zum Abschluss gibt es aber noch viele Schritte zu gehen. 
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Für den Ersatzneubau der Brücke über die Leineflutmulde ist eigens eine aufgeständerte Baustraße in dem Gewässer errichtet worden. Bildrechte: NLStBV 
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Ausblick auf die Brückenbaustelle: In den rot eingegrenzten Spundwandkästen entstehen jetzt nach und nach die Brückenpfeiler. Foto: NLStBV 
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Neubau Mittellandkanalbrücke: Kampfmittelsondierung abgeschlossen

Ein wichtiger Schritt für den Ersatzneubau der Mittellandkanalbrücke in Hannover-Buchholz ist getan. Das künftige Baufeld ist jetzt vollständig auf Gefahren durch Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg hin untersucht.  

Das heißt: Die Einschränkung für Fahrerinnen und Fahrer auf dem Messeschnellweg konnte aufgehoben werden. Seit Ende Oktober stehen pro Fahrtrichtung wieder zwei Fahrspuren zur Verfügung. Auch für den Rad- und Fußverkehr gibt es keine weiteren Einschränkungen. Die derzeitige Wegeführung bleibt für die kommende Zeit bestehen.  

Seit Frühsommer vergangenen Jahres waren die Bauflächen mit Sonden untersucht worden. Zuerst die Flächen im Umfeld der Brücke, seit Juni dieses Jahres dann die Fahrbahnen an beiden Ufern des Mittellandkanals. Das Ziel war, potenzielle Risiken für die Arbeit im Untergrund auszuschließen. Kampfmittelsondierungen sind die zentrale Voraussetzung für Tiefbauarbeiten. Nur so sind die gefahrlose Arbeit im Untergrund und ein zügiger Bauablauf möglich. 

Allein im Bereich der Fahrbahnen waren rund 2.500 Sondierungsbohrungen in die Tiefe getrieben worden. Kampfmittelfunde hat es nicht gegeben. Jedoch waren vereinzelte Bereiche nicht auswertbar. Sie werden im weiteren Bauablauf eingehender untersucht.  

Auf den Flächen rund um die Mittellandkanalbrücke hatten die Kampfmittelspezialisten bei ihren Untersuchungen zuvor drei so genannte Verdachtspunkte identifiziert. In zwei Fällen war lediglich Metallschrott zutage gefördert worden. In einem Fall aber handelte es sich um eine Phosphorgranate, die entschärft und abtransportiert wurde. 

Nächster Meilenstein ist, die Umverlegung von Versorgungsleitungen im Baufeld abzuschließen. Voraussichtlich im Frühsommer 2026 ist dieser Meilenstein erreicht. Damit besteht dann Baufreiheit für den Brückenneubau. 

Die Arbeit an den Versorgungsleitungen läuft seit diesem Sommer. Beispielsweise hat das Versorgungsunternehmen Enercity einen rund zwei Meter durchmessenden Tunnel unter dem Mittellandkanal angelegt. Die Landesbehörde beginnt Anfang 2026 damit, einen großen Kanaleinlauf in den Mittellandkanal – ein so genanntes Auslaufbauwerk – aus dem Baufeld heraus zu verlegen. 
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Variantenfindung zum Westschnellweg hat begonnen

2025 ist viel passiert: Das Jahr startete mit dem Bürgerrat zur Modernisierung des Westschnellwegs. Die 35 ausgewählten Zufallsbürgerinnen und -bürger erarbeiteten von Januar bis März in drei intensiven Sitzungen 31 Empfehlungen. Parallel ging das Dialogforum an den Start. Gebildet aus örtlichen Interessenvertreterinnen und
-vertretern aus Wirtschaft, Politik, Umweltverbänden und vielen weiteren, wird es die Planungen zum Westschnellweg langfristig begleiten.  

Der Ausgangspunkt dafür ist die Vorplanung, in der nach einer umfangreichen Grundlagenermittlung zunächst alle denkbaren Varianten für den Westschnellweg zusammengetragen werden – das so genannte Variantenspektrum. Aktuell sind die Planerinnen und Planer der NLStBV gemeinsam mit den Ingenieurbüros dabei, dieses Variantenspektrum zu erarbeiten. Darin fließen auch Überlegungen des Dialogforums ein, das sich in seiner letzten Sitzung im September zu möglichen Varianten beraten hat. Und natürlich wird auch geprüft, welche Empfehlungen des Bürgerrats bereits in dieser frühen Phase berücksichtigt werden können.

Aufgabe der nächsten Monate wird es sein, nach Aufstellung des Variantenspektrums eine argumentative Abschichtung vorzunehmen. Die verbleibenden Varianten werden planerisch ausgearbeitet, einer vertieften Prüfung unterzogen und sowohl quantitativ als auch qualitativ miteinander verglichen. Die Variante, die bei dem Verfahren am besten abschneidet, wird als Vorzugsvariante dem Bundesministerium für Verkehr vorgelegt und nach Zustimmung in die Entwurfsplanung überführt.

Mit jeder nachfolgenden Stufe wird die Planung weiter ausgestaltet und immer detaillierter. Das heißt auch: je weiter sie voranschreitet, desto schwieriger und aufwendiger wird es, bereits getroffene Planungsentscheidungen zu ändern. Deswegen ist es auch so wichtig und sinnvoll, mit der Bürgerbeteiligung so früh im Planungsprozess zu beginnen, wie dies hier geschehen ist.

Nach der Vorplanung und Entwurfsplanung folgt die so genannte Genehmigungsplanung, die im förmlichen Genehmigungsverfahren, dem Planfeststellungsverfahren mündet. 

Sie haben Fragen?

Wir freuen uns über Ihr Interesse an der Planung. Im FAQ-Bereich auf der Projektwebsite finden Sie darüber hinaus weitere Informationen zur Modernisierung des Schnellwegesystems.

Falls Sie weitere Rückfragen zu dem Projekt haben, wenden Sie sich an info-schnellwege@nlstbv.niedersachsen.de 

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Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Göttinger Chaussee 76 A
30453 Hannover

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Fax (0511) 3034-2099

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